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Auf dem Boden der Tatsachen gelandet

SG Leipzig setzt sich verdient in der Pokalzwischenrunde durch

Es war alles angerichtet. Die Spielbedingungen waren sehr gut, die Mannschaft hochmotiviert, die MZ war vor Ort und Angela Heimbach, die Präsidentin des Kreissportbunds war zu Besuch in der Mampfe, agierte als Losfee. Von den drei anwesenden Gegnern zog sie mit der Schachgemeinschaft Leipzig allerdings den mit Abstand stärksten und attraktivsten für den Schachverein Merseburg. Im Parallelmatch sollten der Ilmenauer SV (Bestbesetzung) und SC Rotation Pankow (mit der zweiten Garde) ein Match auf Augenhöhe bestreiten, das die unterklassige Mannschaft aus Thüringen zu ihrer großen Freude knapp für sich entscheiden konnte.

Leipzig hatte sich nicht lumpen lassen und war mit maximaler Stärke angereist. Taktische Erwägungen waren somit obsolet, die Devise lautete „120% geben und gebotene Chancen ergreifen“. Katja Hartung hatte es an Brett 3 mit dem amtierenden sächsischen Einzel-Landesmeister Alex Dac-Vuong Nguyen zu tun. Eine kleine Ungenauigkeit in der Eröffnung reichte dem talentierten Leipziger, um das Zepter zu übernehmen und es bis zum Sieg nicht mehr abzugeben. Ahmad Mamous kämpfte am vierten Brett wie ein Löwe gegen den erfahrenen Fidemeister Rainer Rösemann. Er hielt seine schwierige Stellung lange zusammen, aber sein Gegner stellte routiniert und mit großer Klasse immer wieder Probleme, bis unser Spieler diese in Zeitnot nicht mehr lösen konnte. Somit lagen wir 0:2 zurück, doch durch die besonderen Regeln des Pokals würden wir durch zwei Siege in den verbleibenden Partien dennoch weiterkommen können. Leider hatte Leipzig etwas dagegen. Zwar konnte Thomas Hartung (Brett 2) seinem jungen und bereits sehr erfahrenen Kontrahenten Leonard Richter mit seinem mutigen Angriff die eine oder andere Sorgenfalte auf die Stirn zaubern und so die Hoffnung nähren. Am Spitzenbrett jedoch war Tobias Richter gegen den Fidemeister und mehrmaligen Teilnehmer an den deutschen Einzelmeisterschaften Christoph Natsidis nach gutem Beginn immer mehr unter Druck geraten, so dass nach einer cleveren Zugfolge des Gegners nur die Aufgabe blieb. Zu guter Letzt hatten die Leipziger auch noch ein bisschen Stellungsglück, die Verteidigung im letzten laufenden Spiel hielt stand, am Ende ein standesgemäßes und souveränes 0:4, für das die Merseburger sich nicht schämen müssen.

Am Sonntag brachen die Leipziger mit 3:1 den erbitterten Widerstand von Ilmenau und zogen verdient in die nächste Runde ein.