[mit freundlicher Unterstützung von der Frauen-Mannschaft]

Unser Frauen-Team war am letzten November-Wochenende in Löberitz zu Gast, um eine Doppelrunde in der 2. Frauenbundesliga Ost auszuspielen. Die SG 1871 Löberitz stellte im Spiellokal eine umfassende Auswahl an Speisen & Getränken zur Verfügung. Vielen Dank dafür!

Die im Vorfeld abgestimmte Besetzung wurde durch Anetts kurzfristige Krankheit obsolet. Dankenswerterweise sprang Conny in der Not ein (ebenfalls vielen lieben Dank!), sodass doch noch alle Bretter besetzt werden konnten.

Runde 3: SV Merseburg vs USG Chemnitz

Jene Conny beendete in der Runde am Samstag-Nachmittag auch als Erste ihre Partie. Sie tauschte einen ihrer Bauern & bekam dafür einen Angriff. In der nachfolgenden Stellung entschied sie sich dann aber für das Dauerschach & die Punkteteilung (0,5:0,5).

Stellung 1: Moritz – Mo (Weiß am Zug)

Tina entschied sich in der Eröffnung gegen Vereinfachungen & für einen starken Springer im Zentrum. Im Mittelspiel hatte sie dann eine Übermacht im Zentrum – dafür hatte Weiß einen Bauern auf der vorletzten Reihe. Die resultierende Stellung:

Stellung 2: Rafif – Kümmel (Schwarz am Zug)

… war hochtaktisch. Hier investierte Tina einiges an Bedenkzeit auf der Suche nach der besten (aber nicht unbedingt klarsten) Fortsetzung. In der Folge gab Schwarz den großen Vorteil wieder her, aber selbst mit offenem König & Minus-Qualität war das Spiel zeitweise unklar. Leider ging der volle Punkt dann doch nach Chemnitz (0,5:1,5).

Mariana sah sich in zunächst schlechterer Stellung zu einem Bauernopfer gezwungen, um ihrer Gegnerin die Rochade zu verwehren. Diese verbrauchte im weiteren Verlauf der Partie viel Bedenkzeit & erlaubte Mariana durch einen ungenauen Zug einen Durchbruch im Zentrum. Dieser ermöglichte einen gewinnbringenden Angriff auf den dort verbliebenen schwarzen Monarchen (1,5:1,5).

Valeriia verblieb ausgangs der Eröffnung in einer schlechteren Position, in der sie mit 2 Leichtfiguren gegen Turm + 2 verbundene Freibauern um Komplikationen bemüht war. Im Mittelspiel gerieten beide Parteien zügig in Zeitnot, sodass dennoch alles möglich war. So geschah es, dass Valeriias Kontrahentin kurz vor der rettenden Zeitkontrolle in der folgenden Stellung nicht den besten Zug fand:

Stellung 3: Mehner – Safonova (Weiß am Zug spielt Tb2: Wie reagiert Schwarz auf die Fesselung?)

Anschließend ließ sich Schwarz die Gewinnstellung nicht mehr nehmen (2,5:1,5).

Katja geriet mit den schwarzen Steinen unter Druck und musste einen Bauern abgeben. Im Gegenzug hatte sie weitaus mehr Bedenkzeit auf der Uhr. Am Ende war sie sehr glücklich darüber, dass ihre Gegenspielerin ihr in Zeitnot das Remis anbot (3:2).

Tanja hatte im doppelten Läuferendspiel zwischenzeitlich 2 Bauern mehr. Hier war das Auffinden der aktivsten Gewinnvariante zunächst nicht möglich. Die Teamleiterin willigte schlussendlich in die Punkteteilung ein, um den so wichtigen Mannschaftssieg abzusichern (3,5:2,5).

SV Merseburg – USG Chemnitz: Endstand

Runde 4: SC Rochade Zeulenroda vs SV Merseburg

Die Letzten sollten die Ersten sein: Tanjas zweite Partie war dementsprechend vergleichsweise kurz. Die Gegenspielerin wurde in einer scharfen Variante von Beginn an auf der Uhr unter Druck gesetzt. Anschließend scheuten beide Seiten das Risiko & rauchten früh ein Friedenspfeifchen (0,5:0,5).

Mariana erarbeitete sich eine bessere Stellung, übersah in der Folge jedoch einige Züge der Gegenseite. Sie musste anschließend sehr genau spielen, um die Partie im Gleichgewicht zu halten. Dies gelang auch, sodass die Partie in einem Remis endete (1:1).

Conny konnte zu Beginn des Mittelspiels das Läuferpaar gewinnen & zugleich Druck auf die weiße Königsstellung aufbauen. Mit einem Qualitätsopfer zerpflückte sie die Bauernreihe vor dem weißen Monarchen, benügte sich anschließend jedoch erneut mit einem Dauerschach (1,5:1,5).

Valeriia durfte gegen eine wohlbekannte Gegenspielerin antreten, deren Auftreten bereits in Braunfels einiges an Aufmerksamkeit erregte. Im Verlauf dieser Partie ging nach und nach entscheidend Merseburger Material über Bord, ohne dass Komplikationen wie in Runde 3 kreiert werden konnten (1,5:2,5).

Katja saß Anastasia gegenüber, die seit dieser Saison für die Zeulenrodaer Frauen an den Start geht. Letztere geriet im Partieverlauf in arge Zeitnot und fand daher nicht die beste Lösung für das entstandene Endspiel. Katja nutzte diesen Umstand und kassierte zunächst einen Bauern und später den ganzen Punkt ein (2,5:2,5).

Tinas Kontrahentin schien vorbereitet & spielte die Eröffnung zügig herunter. Im Mittelspiel drückte Tina auf einen weit vorgerückten schwarzen Bauern, bevor sie nach einigen Manövern am Königsflügel aktiv wurde. Als sich die Stellung weiter öffnete griff Schwarz in der folgenden Stellung auch zügig fehl (3,5:2,5):

Stellung 4: Kümmel – Loos (Weiß am Zug)

SC Rochade Zeulenroda – SV Merseburg: Endstand

Mit diesen starten 4 Mannschaftspunkten aus den Runden 3 & 4 ergibt sich folgender Tabellenstand:

2. Frauenbundesliga Ost 2025/26: Tabelle nach Runde 4

In den letzten 3 Runden stehen also die Matches gegen Platz 1 bis 3 an. Rechnerisch reicht das aktuelle Polster nicht in allen möglichen Endkonstellationen für den rettenden 6. Platz. Das Ziel ist es also möglichst viele Brettpunkte mitzunehmen und gegen Dresden idealerweise noch 1 Mannschaftspunkt abzustauben.

Lösungen:

  1. Dem Computer gefällt der Plan Le3 (will nach c5) – Tad1 inkl. zwischenzeitlichem Dh7+, um die weißen Figuren zu aktivieren, diverse Fallen zu stellen & den geschwächten schwarzen König zum weißen Vorteil zu nutzen. In der Partie einigte man sich auf Remis.
  2. Am besten ist Dh2+ Kf1 Sf4 (droht Dxg2#) & Weiß kann das Matt mit einem Opfer auf e4 nur noch hinauszögern.
  3. nach Tb2 ist der schwarze Springer zwar gefesselt, aber nach Dxa5 Dxb4 Dxd5 verliert Weiß entscheidend Material
  4. Lxe7, in der Partie folgten fxe4 Tg3+ 1-0 (Kh8 Lf6#)