[mit Zuarbeit von Tanja]

Unsere Frauenmannschaft empfing die Löberitzer Damen zur 5. Runde der 2. Frauenbundesliga Ost in der Mampfe. Die Löberitzerinnen kämpfen mit Dippoldiswalde um den Aufstieg und waren vor der Runde punktgleich in der Erstwertung mit leicht schlechterer Zweitwertung. Für Merseburg würde bereits ein 3:3 den Klassenerhalt bedeuten, während sich Löberitz mit einem Sieg eine ideale Ausgangsbasis für die alles entscheidende Doppelendrunde in Dippoldiswalde schaffen könnte. Alternativ wären die Merseburgerinnen bereits mit möglichst vielen Brettpunkten zufrieden gewesen. Der Plan der Heimmannschaft sah Punktgewinne im Unterhaus vor, da gegen das starke lettische Oberhaus der Gäste nicht viele Punkte erwartet wurden.

Katja wählte am Spitzenbrett eine Gambitvariante. WGM Rogule investierte viel Zeit, fand aber auch sehr starke Züge. Tanja entschied sich an Brett 2 zunächst für eine ruhige Variante, wechselte dann jedoch die Strategie – ein riskantes Unterfangen gegen eine WGM. Mariana eröffnete an Brett 3 ungewöhnlich und setzte auf den Überraschungseffekt. Auch die Partie an Brett 5 war nichts für schwache Nerven: Hier erspähten die Kiebitze bereits in der Eröffnung einen gewinnbringenden Vorteil für Rebekka Schuster gegen Susann. Am 6. Brett bereiteten sich Connys Bauern am Königsflügel auf den Angriff gen gegnerischen König vor.

Als erstes ging die Partie an Brett 4 zugunsten der Merseburgerinnen aus – Anett gewann sicher. Doch die Gäste konnten alsbald durch Siege an Brett 1 & 2 in Führung gehen (1:2).

Zu diesem Zeitpunkt hatte Elina Otikova an Brett 3 eine Leichtfigur gegen Mariana investiert und dafür 4 Bauern erbeutet. Conny hatte eine sehr angenehme Stellung und Susann hatte einen Bauern gewonnen. Ein 3:3 war also im Bereich des Möglichen. Da an Brett 3 kein einfacher Gewinn für Elina ersichtlich war,  zeichneten sich auf den Gesichtern der Favoriten aus Löberitz erste Sorgenfalten ab.

Da Mariana zumindest ein Remis auf dem Brett hatte, gingen manche Zuschauer sogar von einem Sieg der Merseburgerinnen aus!

Im weiteren Verlauf konnte Conny ihre vorteilhafte Stellung sicher in den vollen Punkt ummünzen. Auch Susann holte den vollen Punkt, sodass beim Stand von 3:2 bereits ein Mannschaftspunkt gesichert war. Im verbliebenen Endspiel sah der Computer bei Mariana in der nachfolgenden Stellung eine letzte Möglichkeit, um die Punkteteilung zu sichern:

Otikova – Korniichyk: Schwarz am Zug hält Remis

Die rettende Zugfolge kam leider nicht auf’s Brett, sodass die Begegnung in einem 3:3 endete.

Diese Punkteteilung bedeutet für Merseburg die vorzeitige Rettung vor dem Abstieg. Für Löberitz bleibt der Aufstieg weiterhin in der eigenen Hand: Zwei Siege in der alles entscheidenden Doppelendrunde würden ihnen den Aufstieg sichern. Die Merseburgerinnen treten in Runde 6 gegen Dippoldiswalde an und könnten auch dem anderen Aufstiegsaspiranten ein Bein zu stellen – das wäre doch nur fair.

Lösung: Lg4 h6 Kf6/Kf7 und Schwarz holt den H-Bauern ab & kann nach Kd4 & b4 alle weißen Drohungen abwehren.